Akupunktur - Massage - Schröpfen - yinyangmedi.chAkupunktur - Massage - Schröpfen - yinyangmedi.ch

Vor 5000 Jahren standen die Menschen noch auf „primitiver Stufe“. Sie wussten nichts vom inneren Bau ihres Körpers und seinen Funktionen. Trotzdem war es ihnen gewiss nicht gleichgültig, wenn einer der ihren von Schmerzen und Krankheiten geplagt wurde. Aber was konnten sie tun?

Wissen und Geschichte

Entstehung der Akupunktur

Zweifellos kannten sie schon einige Kräuter oder Gewächse, die sie mit ihren Steinwerkzeugen zerstiessen und einem Kranken einflössten oder einem Verletzten auf die Wunde legten. Sonst hatten sie aber nichts als ihre Hände, die sie einem Kranken auf die Stirne legten, um ihn zu beruhigen oder mit denen sie den kranken Körper eines Leidenden auf der Suche nach der Quelle des Schmerzes abtasteten.

Erste Entdeckungen

So ähnlich muss im Gebiet des heutigen China die älteste Form der Akupunktur entstanden sein. Wohl liegt jene Zeit im Dunkeln, aber bei Ausgrabungen wurden Steinnadeln gefunden, die zum Teil in die Zeit des sagenumwobenen Kaisers Huan Ti (Gelber Kaiser) datiert werden konnten. Jener Kaiser soll von 2698 bis 2598 v. Chr. gelebt haben.

Funde

Die Funde der Steinnadeln zeugen vom ehrwürdigen Alters der Akupunktur. Sie übermitteln uns aber auch zwei wichtige Erfahrungen, die zu jener Zeit schon bekannt sein mussten:

  • die Bearbeitung schmerzhafter Areale der Körperoberfläche mit den Fingern kann oft Schmerzen lindern
  • das Einstechen von Steinsplittern in schmerzhafte Körperstellen wirkt häufig verstärkt schmerzlindernd

Damit war die einfachste Form der Akupunktur gefunden. Sie ist fünftausend Jahre alt, wird aber heute noch in Asien ausgeübt, weil damit oft und schnell erste Hilfe bei Schmerzen geleistet werden kann und weil diese einfache Technik relativ leicht erlernbar ist. Selbst moderne Akupunktur-Therapeuten verwenden diese einfache Form der Akupunktur, wenn auch nur als Zusatzbehandlung. Allerdings werden heute nicht mehr Steinsplitter, sondern in der Regel Stahlnadeln benutzt.

Aufnahme und Integration in unser System

Seit den 70er Jahren ist die Akupunktur in der westlichen Welt einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. In China schätzt man die Therapie mit den Nadeln als wirksame Hilfe bei Schmerzen, funktionellen und seelischen Erkrankungen sowie zur Harmonisierung des Immunsystems. Heute hat auch die Schulmedizin die sanfte Heilkraft der traditionellen, chinesischen Methode entdeckt und in ihr Behandlungsspektrum aufgenommen - bei vielen Beschwerden ist die Akupunktur als Therapie anerkannt, oft wird sie mit herkömmlichen Therapien kombiniert. Wie es mit den winzigen Akupunktur-Nadeln gelingt, Migräne oder Allergien zu lindern oder gar bei Lähmungen zu helfen, erforschen Wissenschaftler weltweit.

Chinesische Lehre

Auch die chinesische Lehre selbst erklärt uns die Wirkung der Akupunktur. Dieser Lehre liegt ein Menschenbild zugrunde das sich von unserem naturwissenschaftlich Geprägten stark unterscheidet. Während für die westliche Medizin Gesundheit messbar ist - sie spiegelt sich etwa im Cholesterinwert, im Blutdruck, im EKG wider - wird sie aus chinesischer Sicht von der Lebensenergie Qi bestimmt, die auf Energiebahnen (die Meridianen) durch den ganzen Körper strömt und an mehr als 700 Punkten die Hautoberfläche berührt.

Fliesst die Qi- Energie harmonisch, ist der Mensch gesund. Krankheit und Schmerz sind dagegen Ausdruck von Disharmonien im Qi-Fluss. Sie können durch äußere oder innere Einflüsse wie Kälte, Wärme, falsche Ernährung, aber auch psychische Faktoren entstehen. 

Das Ziel aller therapeutischen Maßnahmen in der Chinesischen Medizin, also auch der Akupunktur, ist es, die gestörten Energien zu normalisieren.

Behandlung

Die auf den Meridianen liegenden Akupunkturpunkte werden mittels feinster Nadeln angeregt, der aus dem Takt geratene Energiestrom wird so behutsam reguliert. Jeder dieser Punkte steht in Verbindung mit einem bestimmten Organ oder Organkreis und hat eine genau definierte Heilwirkung. Für die Nadelung wählt der Akupunkteur deshalb nur diejenigen Punkte an Körper, Händen, Füßen oder am Ohr des Patienten, die zu dessen Beschwerdebild - der Arzt nennt es Disharmoniemuster - passen. Das erkrankte Organ wird also nicht, wie in der westlichen Medizin, direkt behandelt, sondern indirekt über Außenstellen auf der Haut, die Akupunkturpunkte, beeinflusst. Deren Reflexwirkung, wie Mediziner sagen, balanciert die Energie der Organe aus und regt diese zur Selbstheilung an. Eine Fülle von funktionellen Erkrankungen - das sind Erkrankungen, bei denen kein dauerhafter Organschaden vorliegt - können so erfolgreich behandelt werden. Schädliche Nebenwirkungen, wie sie medikamentöse Therapien oft begleiten, treten bei richtiger Anwendung der Akupunktur nicht auf.