Gegensätze von Füllesyndrom & Leeresyndrom
Fülle und Leere innerhalb der Acht Prinzipien
Die Unterscheidung zwischen Fülle und Leere gehört zu den grundlegenden Diagnoseprinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Sie beschreibt, ob im Körper eher ein Übermass oder ein Mangel vorhanden ist.
Fülle weist häufig auf einen starken krankmachenden Faktor oder eine Überaktivität hin, während Leere eher mit einem Mangel an Energie, Substanz oder Körpersäften verbunden wird.
Betrachtung der Beschwerden nach Fülle- und Leeresyndrom
Die Betrachtung von Fülle und Leere hilft dabei, Beschwerden genauer einzuordnen und die Behandlung individuell anzupassen. Dabei spielen Schmerzqualität, Druckempfinden, Leistungsfähigkeit, Konstitution und Puls eine wichtige Rolle.
Unterschiede zwischen Fülle und Leere
Fülle-Syndrom
Schmerzqualität
stechender und intensiver Schmerz
Druckempfinden
Beschwerden verschlimmern sich bei Druck
Leistungsfähigkeit
starke und aktive Körperreaktion
Konstitution
kräftige und robuste Erscheinung
Pulsvolumen
voller und kräftiger Puls
Leere-Syndrom
Schmerzqualität
dumpfer und schwächerer Schmerz
Druckempfinden
Druck wirkt häufig angenehm oder lindernd
Leistungsfähigkeit
Müdigkeit und reduzierte Belastbarkeit
Konstitution
schwächliche oder empfindliche Verfassung
Pulsvolumen
schwacher und feiner Puls
Ziel der Behandlung
Ziel der Traditionellen Chinesischen Medizin ist es, Fülle und Leere korrekt zu unterscheiden und die Behandlung entsprechend anzupassen.
Bei Fülle steht häufig das Ausleiten oder Beruhigen im Vordergrund, während bei Leere eher das Stärken und Aufbauen des Körpers unterstützt wird.
Kurz zusammengefasst
Das Prinzip von Fülle und Leere hilft der TCM dabei, Beschwerden nach Stärke, Energiezustand und körperlicher Verfassung besser einzuordnen. Dadurch kann die Behandlung gezielt und individuell abgestimmt werden.
