Erfahrungswerte Sucht

Sucht und Verlangen

In der Suchtmedizin hat sich die TCM – insbesondere die Ohrakupunktur nach dem NADA-Protokoll – weltweit als Standard in der ergänzenden Therapie etabliert. Die Erfolgsaussichten werden bei konsequenter Anwendung als sehr gut (+++) eingestuft, vor allem zur Milderung von Entzugssymptomen.

Ihr Weg aus der Abhänigkeit

Der Weg aus einer Abhängigkeit erfordert Mut, Ausdauer und eine stabile körperliche sowie psychische Basis. In der Traditionellen Chinesischen Medizin betrachten wir Sucht nicht nur als Gewohnheit, sondern als ein tiefes Ungleichgewicht im Organismus, das oft mit einer inneren „Leere“ oder massiven Blockaden des Energieflusses einhergeht.

Wir setzen primär Akupunktur zur Raucherentwöhnung ein sowie Heilkräuter, um die Reduktion von Medikamenten zu unterstützen oder diese sinnvoll zu ergänzen (stets in Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt).

Erfolgsaussichten nach Suchtform

  • Raucherentwöhnung: Hier ist die Akupunktur besonders bekannt. Sie kann das Verlangen nach Nikotin reduzieren und den Geschmackssinn so verändern, dass Zigaretten als unangenehm empfunden werden.
  • Alkohol- und Medikamentensucht: Das NADA-Protokoll (National Acupuncture Detoxification Association) wird weltweit in Kliniken eingesetzt. Es hilft nachweislich, Zittern, Schwitzen und innere Unruhe während des Entzugs zu lindern.
  • Drogenentzug (++): Die TCM dient hier als stabilisierende Basistherapie, um die psychische Belastbarkeit zu erhöhen und den Medikamentenbedarf für Entzugssymptome zu senken.

Warum TCM bei Sucht hilft

Die Behandlung zielt darauf ab, das vegetative Nervensystem zu beruhigen und die „Leere“ zu füllen, die durch das Absetzen der Suchtstoffe entsteht:

  • Dämpfung des Suchtdrucks (Craving): Akupunktur reguliert die Ausschüttung von Endorphinen und Dopamin, was das zwanghafte Verlangen lindert.
  • Vegetative Stabilisierung: Symptome wie Schlafstörungen, Angstzustände, Aggressivität und Herzrasen werden deutlich reduziert.
  • Entgiftung: Kräutertherapien unterstützen die Leber- und Nierenfunktion, um Abbauprodukte schneller auszuscheiden.

Behandlungsstrategie

  • Akutphase: In den ersten Wochen ist eine hohe Behandlungsfrequenz (oft täglich oder 3-mal wöchentlich) entscheidend.
  • Langzeitstabilität: Um Rückfälle zu vermeiden, wird die Therapie schrittweise ausgeschlichen, sobald der Patient psychisch stabil ist.

Suchtbehandlungen Vergleich

  • Übergewicht ++ Mittelmässige Erfolgsaussichten
  • Rauchen ++ Mittelmässige Erfolgsaussichten
  • Alkohol ++ Mittelmässige Erfolgsaussichten
  • Drogen ++ Mittelmässige Erfolgsaussichten
    Diese Erfolgsaussichten wurden durch das TCM Zentrum Ulm ausgewertet.

 

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